Geschichte & Tradition

Die Propstei St. Gerold blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück und steht seit vielen Jahrhunderten im Eigentum des Klosters Einsiedeln in der Schweiz.

Gerold und der Bär

Ein Fürst Namens Adam, der sich auf der Flucht vom späteren Kaiser Otto befand, und sich hier niederließ, hat den Ort geschaffen. Von nun an nannte er sich Gerold und führte als Eremit ein hartes und einsames Büßerleben. So kam es, dass es sich beim ersten Bewohner des Tales tatsächlich um einen politischen Flüchtling handelte. 

Eines Tages erhielt Gerold besonderen Besuch. Ein Bär, der von Jägern verfolgt wurde, suchte bei ihm Zuflucht. Als die Jäger bei Gerold eintrafen, trauten sie ihren Augen kaum. Denn der gejagte Bär lag dem Einsiedler Gerold friedlich zu Füßen. Sogar die Jagdhunde haben sich dieser Gesellschaft angeschlossen und erwarteten die Jäger bereits.
Übrigens: An diese Episode erinnert der köstliche Propstei-Likör „Bärentröster“. 


Frieden statt Konflikt

Beginn der Propstei

Dass der bärtige Einsiedler mit der Schöpfung bzw. der Natur im Einklang lebte, sprach sich schnell herum. Auch König Otto nahm dies mit großem Interesse zur Kenntnis. Der einstige Konflikt zwischen Otto und Gerold konnte nun beigelegt werden. Der König vergab ihm und die beiden schlossen Frieden. Dazu erhielt Gerold seinen ganzen Besitz an Land zurück. Doch Gerold lebte sein Eremiten-Dasein weiter und wirkte als Wohltäter. „Er bleibt, wo er ist, und er bleibt, was er ist.“ Aus Dankbarkeit schenkte er das Land im Großen Walsertal dem Benediktinerkloster Einsiedeln, in welchem seine Söhne Kuno und Ulrich als Mönche wirkten.

 

mehr über die Propstei

Als Propstei vom Kloster Einsiedeln war St. Gerold über viele Jahrhunderte ein wichtiger Stützpunkt im Vorarlberger Raum. Die Mönche aus Einsiedeln brachten benediktinisches Leben und geistliche Tradition ins Große Walsertal – und machten die Propstei zu einem Ort, an dem Glaube, Bildung und Kultur eng miteinander verbunden waren.

Heute verbinden sich historische Bauten, sakrale Kunstwerke und jahrhundertealte Bräuche mit einem lebendigen Veranstaltungsprogramm.

Konzerte, Ausstellungen, Seminare, Gastronomie und Führungen eröffnen Gästen neue Zugänge zur reichen Geschichte dieses besonderen Ortes.  Die Propstei trägt ihre Wurzeln im benediktinischen Erbe, so ist die Propstei St. Gerold heutzutage nicht nur ein Ort gelebter Tradition, sondern auch ein einladendes Kultur- und Begegnungszentrum, das Vergangenheit und Gegenwart in einzigartiger Weise miteinander verbindet. Sie ist eine weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte und geschätzte Perle benediktinischer Kultur und Gastfreundschaft.